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Ich will einen Hund

Veröffentlicht am 05.01.2022

Gut zu wissen, bevor der Hund kommt:

  • Informieren sie sich. Machen sie sich schlau zum Thema Hund, dies erleichtert ihnen die Wahl des Hundes und die Entscheidung zum Kauf sowie alles Weitere. Ob sie spontan einen Hund holen oder alles planen, es kann so oder so gut oder schlecht rauskommen. Da es sich um ein Lebewesen mit Bedürfnissen und Rechten handelt, welches dem Menschen ein treuer Freund und Begleiter ist, schulden wir es diesen wundervollen Tieren, ihnen gerecht zu werden und ihnen zu helfen, sich in unserer Gesellschaft wohlzufühlen.
  • Was braucht ein Hund? Ein Hund braucht Wasser, artgerechtes Futter, einen Platz zum Schlafen und Auslauf. Hunde sind Gruppentiere, die gerne in Gesellschaft und weniger gerne allein sind. Neben den Grundbedürfnissen Trinken, Essen, Schlafen und Versäubern braucht der Hund vor allem eins: sie. Sie und ihr Hund bilden ein Team. Was Hunde auch brauchen: Liebe, Zuneigung, Vertrauen, Geduld, Verständnis, Freude, Motivation, Spiel und Spaß, geistige und körperliche Beschäftigung, Kontakt mit Artgenossen, ein Zuhause, eine Gemeinschaft/Familie in die der Hund gehört, Freilauf, Erziehung, Grenzen. Je nach Hund sind die Bedürfnisse natürlich verschieden und die Schwerpunkte variieren. Hunde werden je nach Rasse und Gesundheitszustand ca. 6-18 Jahre alt (Rekordalter: 29!).
  • Kann ich mir einen Hund leisten? Je nach Rasse, Alter und Gesundheitszustand kostet ein Hund mehr oder weniger Geld. Der Kaufpreis kann zwischen ca. 200 CHF (ca. Tierheimpreis) und ca. 3000 CHF und höher (Rassehund) liegen. Hinzu kommen das Futter, die Tierarztkosten, Gebrauchsmaterialien wie Leinen, Geschirr, Bett, Spielzeug, Pflegeprodukte, etc... Eine gute Hundebox fürs Auto kostet je nach Größe mind. 300-400 CHF. Optional kosten Hundetraining und Hundesport zusätzlich, sowie alternative Tiermedizin, Homöopathie, Hunde Coiffeur oder eine Haustierkrankenversicherung (empfehlenswert). Je nach dem was sie für einen Hund haben, wieviel und was sie für den Hund machen und was sie mit ihm unternehmen, müssen sie nebst den einmaligen Anschaffungskosten ca. 200 CHF pro Monat einrechnen (nach oben sind keine Grenzen gesetzt). Die Hundesteuer wird jährlich bezahlt und ist kantonal verschieden, in der Regel sind es ca. 120 CHF pro Jahr. Als Hundehalter sind sie dafür verantwortlich ihren Hund an ihrem Wohnort bei der Verwaltung anzumelden und auch ihre Angaben bei der Tierdatenbank (Microchipnummer) zu hinterlegen.
  • Haben sie Eigentum oder sind sie Mieter? Falls sie Mieter sind klären sie früh genug ab, ob sie Hunde halten dürfen. Nicht überall sind Hunde erlaubt oder von den Nachbarn erwünscht. Bei vielen Verwaltungen ist sogar ein Nachtrag im Mietvertrag nötig, wo auch die Rasse des Hundes vermerkt wird. Ebenfalls können den Hund betreffende Reklamationen von Nachbarn bei einigen Verwaltungen eine Kündigung bewirken. Auch wenn sie Eigentümer sind können Probleme mit den Nachbarn entstehen.
  • Wenn sie einen Hund haben, sollten sie ihre Haftpflichtversicherung anpassen.
  • Was ist in den Ferien? Klären sie ab ob sie zusammen mit ihrem Hund Ferien machen wollen und können. Es gibt viele tolle Angebote weltweit für Reisen und Ferien mit Hund. Ein Camper ist z.Bsp. eine gute Lösung. Es gibt viele Hotels und Wohnungen die hundefreundlich oder sogar speziell für Ferien mit dem Hund ausgelegt sind. Informieren sie sich über die Einreisebestimmungen von Hunden in ihrem Zielland (Impfungen, Entwurmungen, Quarantäne etc.). Ihr Hund benötigt ebenfalls einen Microchip (ohnehin obligatorisch in der Schweiz) und einen Heimtierpass. Auch das Futter muss organisiert sein sowie die Hin- und Rückreise. Hunde brauchen auch Pausen, dafür muss Zeit eingerechnet werden. Mit dem Hund zu fliegen ist nicht empfehlenswert, außer sie haben einen kleinen Hund (je nach Airline ca. 8kg Maximalgewicht), der bei ihnen im Passagierraum mitreisen darf. Es gibt zahlreiche Vorfälle bei diversen Airlines von verlorenen und sogar toten Hunden während Flugreisen. Stellen sie sicher, dass sie eine oder mehrere Personen haben, die für ihren Hund vollumfänglich sorgen können, falls sie ohne Hund reisen wollen oder längere Zeit abwesend oder verhindert sind. Die Kosten für eine Hundepension / Hundebetreuung variieren. Testen sie vorher und gewöhnen sie ihren Hund früh genug daran.
  • Informieren sie sich an ihrem Wohnort über Rassebestimmungen und Listenhunde. Je nach Kanton und Gemeinde gelten andere Regeln für die Haltung bestimmter Rassen. Klären sie ab, ob sie diesen Anforderungen entsprechen können.
  • Wer kümmert sich um den Hund? Entscheiden sie, wer in erster Linie für den Hund verantwortlich ist, wer die Kosten trägt und wem der Hund offiziell gehört, im Streitfall leidet sonst der Hund darunter. Klären sie auch ab, ob wirklich alle Menschen im Haushalt mit dem Hund einverstanden sind und ob es Hundeallergiker gibt.
  • Habe ich genug Zeit für einen Hund? Ein Hund braucht eine bis mehrere Stunden Auslauf pro Tag, je nach Rasse, Alter und Kondition. Der Hund muss sich nicht nur versäubern können, sondern will täglich artgerecht beschäftigt und bewegt werden. Jeder Hund hat individuell andere Bedürfnisse. Hunde können stundenweise allein bleiben, jedoch nicht den ganzen Tag.
  • Welcher Hund passt zu mir? Es gibt viele anerkannte und nichtanerkannte Hunderassen und Mischlinge. Gehen sie nicht nach der Optik, nehmen sie nicht den Hund, den sie als Welpen oder als ausgewachsenen Hund süß und schön finden. Das Aussehen und die Statur eines Hundes sagen nur wenig darüber aus, was sie von diesem Hund charakterlich erwarten dürfen und ob dieser Hund für sie geeignet ist. Wenn sie sich für einen Rassehund interessieren haben sie viele Möglichkeiten: gehen sie bei diversen Züchtern vorbei, sprechen sie Hundehalter an, wenn sie einen Hund sehen der ihnen gefällt. Kontaktieren sie Zuchtverbände, surfen sie im Internet und lesen sie, was Züchter und Liebhaber bestimmter Rassen schreiben. Lesen sie Bücher über Hunderassen, um die Vielfalt kennen zu lernen. All dies wird ihnen ihre Entscheidung erleichtern. Überlegen sie sich, was sie mit ihrem Hund tun wollen und können. Wollen sie überwiegend zuhause sein, schlafen, faulenzen und im Garten in der Sonne liegen oder wollen sie joggen, wandern, schwimmen, Radfahren usw.. Passt der Hund zu ihrem Lebensstil und Lebensumfeld? Passen sie zu dem Hund? Oder sind sie bereit ihr Leben auf den Kopf zu stellen? Auch zu diesen Themen können Gespräche mit Hundehaltern, Hundetrainern und viel Lesestoff bei der Entscheidung helfen. Mischlinge und Hunde aus dem Tierheim können so ziemlich alles sein. Da ist es wichtig, dass man vor dem Kauf oft mit dem Hund spazieren geht, sich mit dem Hund beschäftigt, sich über den Hund informiert und ihn wenn möglich auch mal zur Probe zu sich nach Hause nimmt. Das Alles dient dem Zweck, böse Überraschungen zu vermeiden, denn wenn man sich unüberlegt einen Hund kauft, der dann doch nicht zu einem passt, leidet am Schluss der Hund, wenn er (vielleicht wieder) ins Tierheim oder zu einer anderen Familie muss. Um den schrecklichen illegalen Welpen Handel und die Puppyfarmen und Hundevermehrer nicht zu unterstützen kaufen sie keinen Hund aus Mitleid im Internet oder im Ausland von unseriösen Quellen. Unterstützen sie keine Qualzuchten (zu klein, zu gross, zu faltig/zuviel Haut, kein Fell, zu kurze Nase, Inzucht/Überzüchtung, Hervorstehende Augen, keine Rute). Bedenken sie auch die klimatischen Bedingungen ihres Wohnortes und ob der Hund, den sie sich wünschen sich hier auch wirklich wohlfühlt, oder er doch lieber in Afrika oder Alaska wäre. Ein guter Züchter lässt Besuche zu, zeigt die gesunden Elterntiere und steht Rede und Antwort. Ein gutes Tierheim verlangt mehrere Besuche vor dem Kauf, bietet Gespräche an und informiert und begleitet.

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