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Entwurmung

Veröffentlicht am 05.01.2022

Eine Entwurmung ist nicht als Prävention gedacht und schützt nicht vor zukünftigem Wurmbefall sondern tötet einen bestehenden Parasitenbefall ab. Hat ihr Hund nachweislich und tatsächlich Parasiten, dann verhindern sie mit einer guten natürlichen Entwurmung, dass ihr Hund durch starke chemische Produkte belastet wird. Starke chemische Mittel können unter Anderem direkte Schäden im Darm verursachen und die Darmflora zerstören sowie auch zu chronischen Magendarmkrankheiten führen. Wenden sie diese deshalb nur an, wenn es wirklich nicht anders geht. Je nach Wurmart und bei Nichtbehandeln oder ungenügend behandeln kann ein Wurmbefall sogar zum Tod führen. Es gibt auch Wurmarten (z.Bsp. Fuchsbandwurm), welche vom Hund auf den Menschen übertragbar sind und beim Menschen tödlich sein können. Dies ist zwar selten, trotzdem ist aber Vorsicht geboten, vorallem bei Kindern und älteren Menschen. Es lohnt sich, den Kot ihres Hundes zu testen und wenn nötig effizient zu entwurmen. Wichtig ist, dass die Würmer und Wurmeier zuverlässig abgetötet werden und zugleich aber der Magen-Darmtrakt des Hundes nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei natürlichen (Kamala, Papain, Wermut etc.) oder wenn nötig chemischen (Milbemax etc.) Kuren lohnt sich anschliessend immer eine Aufbaukur mit Darmbakterien (Probiotic, Bioflorin, Biotics etc.).

Es gibt verschiedene Wurmarten, die Präpatenzzeiten liegen zwischen 8 und 12 Wochen (kann auch weniger sein). Um nicht unnötig zu entwurmen, können die Kotuntersuchungen zur Kontrolle jeweils vor einer möglichen Entwurmung gemacht werden. Da schon kurze Zeit nach der letzten Kotprobe wieder infektiöse Eier ausgeschieden werden können, kann nur dann auf eine Entwurmung verzichtet werden, wenn der Kot in regelmässigen Abständen getestet wird und der Befund der jeweiligen Proben negativ ist. Dann ist eine Entwurmung nicht nötig, da kein Befall besteht.

Achtung: für die Kotprobe braucht es Proben von 3 aufeinanderfolgenden Tagen von jedem Kot.

Sie können den Kot ihres Hundes bei ihrem Tierarzt auf Würmer untersuchen lassen, der Tierarzt kann ihnen auch Röhrchen mitgeben zum sammeln. Sie können auch selber Versandmaterial bestellen und den Kot direkt in die Parasitologie schicken: http://www.paras.uzh.ch/de/diagnostics/veterinary/order.html (Uni Zürich)

Die beste Vorsorge ist, dass der Hund keine Fäkalien von anderen Tieren frisst und auch kein Wasser aus Pfützen trinkt. Da aber auch das ablecken und daran riechen (Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase) und das Lecken oder Riechen der Afterregion von anderen Tieren zu einer Übertragung führen kann, ist es wichtig, dass sie den Kot ihres Hundes immer wieder mal kontrollieren und anschauen und bei Veränderungen, die auf einen Befall hin deuten, den Kot untersuchen lassen. Ebenfalls ist eine gute Hygiene ratsam, auch die Afterregion des Hundes sollte regelmässig und vorallem bei Befall gründlich gereinigt werden, zum Beispiel mit Feuchttüchern.

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